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Die Flussreise geht vorbei an den bekanntesten Weingütern der Welt im der Region Bordeaux. Wir befahren 3 Flüsse und besuchen an der Atlantiküste die mittelalerlichen Städte La Rochelle und Rochefort und besuchen die europäische Hochburg der Austernzucht in Arcachon mit der grössten Wanderdüne Europas.
Journey Timeline
Tag 1 - Anreise nach Bordeaux und Einschiffung auf der Cyrano de Bergerac
Abflug ab Zürich-Kloten
Mit 34 Gästen machte ich mich auf den Weg von Zürich-Kloten nach Bordeaux. Neuerdings dürfen am Flughafen Zürich auch Wasserflaschen und Süssgetränke durch die Sicherheitskontrolle mitgenommen werden, da nun endlich die modernen Scanner im Einsatz sind. Zudem müssen Laptop, Powerbank und andere elektronische Geräte nicht mehr aus dem Handgepäck genommen werden. Das macht die Kontrolle deutlich angenehmer – und am Ende ist man auch schneller durch. (Bis Ende Juli sollten alle Sicherheitscanner ausgetauscht sein)
Die Gate-Angaben entwickelten sich allerdings zu einem kleinen Vita-Parcours. Zunächst hiess es Gate A54, kurz darauf wurde auf A75 gewechselt. Dort traf ich bereits die ersten vier Gäste, danach lange niemanden mehr. Wenig später folgte die nächste Meldung: Der Flug verspäte sich und sollte nun ab Gate A63 starten.
Da ich am ersten Reisetag immer meine rote Jeansjacke als Erkennungszeichen trage, fiel es den Gästen leicht, mich ausfindig zu machen. Mit rund einer Stunde Verspätung hob unsere Maschine schliesslich ab.
Die knapp anderthalbstündige Flugzeit nach Bordeaux verging wie im Flug. Der Flughafen dort ist angenehm überschaubar – verlaufen kann man sich eigentlich nicht. Nachdem alle Gäste ihr Gepäck in Empfang genommen hatten, gingen wir gemeinsam in die Ankunftshalle, wo uns bereits unsere lokale Reiseleiterin Astrid erwartete.
Die französischen Zollbeamten führten Stichkontrollen durch, und natürlich wurde ich herausgewinkt. Nach einigen Erklärungen, was ich denn in Frankreich mache, winkte mich der Zöllner schliesslich weiter, ohne dass ich meinen Koffer öffnen musste. Wirklich etwas zu verzollen hatte ich ohnehin nicht. Höchstens mein Kilogramm Schweizer Schokolade hätte für Gesprächsstoff sorgen können. Die habe ich auf Reisen immer dabei – schliesslich gehören kleine diplomatische Gesten manchmal dazu, um die Crew auf seine Seite zu ziehen.
Stadtrundfahrt Bordeaux
Da wir mit einer Stunde Verspätung in Bordeaux ankamen, hätte die geplante Stadtrundfahrt nur noch rund 90 Minuten gedauert. Deshalb fragte ich beim Schiff nach, ob wir statt um 17.00 Uhr erst um 18.00 Uhr einchecken könnten. Glücklicherweise war das problemlos möglich.
So konnten wir die Stadtrundfahrt und den anschliessenden Spaziergang wie geplant durchführen. Bordeaux ist eine wahrlich schöne Stadt. Mit ihren eleganten Boulevards, den prächtigen Fassaden und den lebhaften Einkaufsstrassen in der Altstadt erinnert sie stellenweise an Paris. So erhielten wir bereits einen ersten Eindruck dieser faszinierenden Stadt, bevor es weiter zu unserem Schiff ging.
Einschiffung
Die Cyrano de Bergerac, unser Flusskreuzfahrtschiff von CroisiEurope, wartete bereits auf uns. Das Check-in dauerte einige Minuten, da gleichzeitig drei Reisebusse ankamen. Doch schon bald waren wir an Bord. Die Crew hatte die Koffer bereits im Rezeptionsbereich bereitgestellt und begleitete die Gäste direkt zu ihren Kabinen.
Für mich hiess es danach, gemeinsam mit dem Kreuzfahrtdirektor und dem Chef de Service die Sitzordnung sowie das Programm der kommenden Tage zu besprechen. Anschliessend machte ich noch eine kleine Entdeckungsreise durch das Schiff, um mich mit allen Räumlichkeiten vertraut zu machen.
Um 19.00 Uhr begann nach einer kurzen Begrüssung der wichtigsten Crewmitglieder das erste Abendessen. Auf den Schiffen von CroisiEurope gibt es jeweils ein einheitliches Menü sowie eine vegetarische Alternative. Der grosse Pluspunkt an Bord ist jedoch, dass sämtliche Getränke im Reisepreis inbegriffen sind – ausgenommen einige wenige exklusive Spirituosen.
Die Gäste nahmen ihre festen Plätze ein. Das ist immer ein spannender Moment, denn man sitzt während der gesamten Woche mit denselben Tischnachbarn zusammen. Oft entstehen daraus interessante Gespräche, neue Bekanntschaften und nicht selten sogar Freundschaften.
Flussfahrt nach Fort de Médoc
Während des Abendessens hiess es dann erstmals «Leinen los». Langsam setzte sich die Cyrano de Bergerac in Bewegung und glitt auf der Garonne in Richtung Atlantikküste. Immer wieder boten sich durch die grossen Panoramafenster schöne Ausblicke auf die vorbeiziehende Landschaft. So konnte man bereits am ersten Abend das besondere Gefühl einer Flusskreuzfahrt auf sich wirken lassen.
Der erste Streckenabschnitt von Bordeaux nach Fort Médoc dauerte rund zwei Stunden. Dabei legten wir etwa 32 Kilometer auf der Garonne und der Gironde zurück.
Das Abendessen war ausgezeichnet, und nach dem langen Reisetag zog es die meisten Gäste bald in ihre Kabinen.
Die Nacht verbrachten wir an einem ruhigen Anlegesteg unmittelbar vor der Festungsanlage Fort Médoc. Die Festung wurde um 1689 unter dem berühmten Festungsbaumeister Vauban errichtet. Sie war Teil eines ausgeklügelten Verteidigungssystems, das die Mündung der Gironde kontrollieren und Bordeaux sowie seinen bedeutenden Hafen vor feindlichen Angriffen vom Wasser aus schützen sollte.
So endete unser erster Reisetag – mit einer ruhigen Nacht an einem geschichtsträchtigen Ort und voller Vorfreude auf die kommenden Entdeckungen im Médoc.

Im Flugzeug nach Bordeaux

Ueber den Wolken

und kurz vor der Landung in Bordeaux

Stadtrundfahrt in Bordeaux

Altstadt von Bordeaux

Interessante Geschichten über Bordeaux

Skulptur von Jaume Plensa auf der Place de la Comédie

Im Hintergrund das Grand Théâtre, eines der ältesten Europas

An der Corniche von Bordeaux

eine langezogene Promenade entlang der Garonne

Informations Cocktail auf dem Schiff

Leinen Los wir fahren in Richtung Meer

... vorbei an der Cité de vin

in den Sonnenuntergang hinein
Tag 2 Besichtigung des Medoc Weingebietes und Weiterfahrt zur Badestadt Royan
Médoc Weingebiet
Der zweite Reisetag führte uns am Vormittag auf unsere erste Entdeckungsreise durch das berühmte Weinbaugebiet Médoc.
Das Médoc liegt am linken Ufer der Gironde und erstreckt sich von Bordeaux bis hinauf zur Atlantikküste. Auf rund 16'000 Hektaren wachsen hier die Reben für einige der bekanntesten Rotweine der Welt. Die typischen Böden aus Kies, Sand und Ton bieten ideale Voraussetzungen für den Weinbau. Insgesamt gibt es im Médoc über 250 eigenständige Weingüter, verteilt auf acht verschiedene Appellationen.
Wer sich mit Bordeaux-Weinen beschäftigt, kommt an der berühmten Klassifikation von 1855 nicht vorbei. Für die Weltausstellung in Paris liess Kaiser Napoleon III. die bedeutendsten Weingüter der Region einstufen. Daraus entstand die bis heute gültige Einteilung der «Grands Crus Classés» in fünf Qualitätsstufen – von den Premiers Crus bis zu den Cinquièmes Crus. Insgesamt schafften es damals 61 Weingüter auf diese prestigeträchtige Liste.
Das Wetter zeigte sich an diesem Vormittag von seiner typisch wechselhaften Seite. Im Laufe der Reise stellten wir fest, dass man hier an einem einzigen Tag praktisch alle Wetterbedingungen erleben kann: Sonnenschein, Wolken, Regenschauer und kurz darauf wieder strahlend blauen Himmel.
Mit dem Bus fuhren wir vorbei an unzähligen Weinbergen, bekannten Namen und weniger bekannten Familienbetrieben. Rebstöcke, so weit das Auge reicht, unterbrochen von prachtvollen Anwesen. In dieser Region nennt man die Weingüter übrigens «Château» – selbst dann, wenn sich darauf gar kein Schloss befindet.
Unsere dynamische lokale Reiseleiterin versorgte uns während der Fahrt mit vielen spannenden Informationen über die Geschichte und Besonderheiten des Médoc. Ziel unseres Ausflugs war das Weingut Château Maucaillou.
Weindegustation
Dort erwartete uns eine Weinverkostung mit zwei sehr unterschiedlichen Jahrgängen: einem jungen Wein aus dem Jahr 2023 und einem deutlich gereiften Wein aus dem Jahr 2014. Der Unterschied war beeindruckend. Während der junge Wein noch frisch und kraftvoll wirkte, zeigte der ältere Jahrgang bereits eine deutlich komplexere Aromatik und mehr Tiefe.
Zum Château gehört auch ein liebevoll gestaltetes Museum. Dort konnten wir nachvollziehen, wie früher Korken hergestellt wurden und wie aus Eichenholz die berühmten Weinfässer entstanden, in denen viele Bordeaux-Weine ihre Reife erhalten. Insgesamt war dies ein äusserst gelungener Besuch mit vielen interessanten Eindrücken.
Anschliessend ging die Fahrt zurück zu unserem Schiff, das noch immer in unmittelbarer Nähe von Fort Médoc lag. Gemeinsam mit weiteren Festungsanlagen an der Gironde gehört dieses Bauwerk heute zum UNESCO-Weltkulturerbe.
Weiterfahrt nach Royan
Kaum waren wir zurück an Bord, hiess es erneut «Anker lichten». Die Cyrano de Bergerac nahm Kurs flussabwärts Richtung Atlantik und steuerte den beliebten Badeort Royan an.
Zum zweiten Mal konnten wir nun die besondere Atmosphäre dieser Reise geniessen. Die Fahrt auf der Gironde fühlt sich stellenweise eher wie eine kleine Seereise als wie eine klassische Flussfahrt an. Das Wetter war angenehm und die Temperaturen ideal, um auf dem Sonnendeck Platz zu nehmen und die vorbeiziehende Landschaft zu beobachten.
Die Gironde ist mit ihren rund 75 Kilometern zwar vergleichsweise kurz, wird jedoch in Richtung Atlantikküste immer breiter. In manchen Abschnitten erreicht sie eine Breite von bis zu 15 Kilometern. Dadurch wirkt die Wasserfläche stellenweise fast wie ein Binnenmeer.
Besonders eindrücklich war die Einfahrt nach Royan. Für dieses Manöver musste ein Lotse an Bord kommen, der das Schiff sicher durch die enge Hafeneinfahrt navigierte. Keine leichte Aufgabe, wenn man bedenkt, dass die Cyrano de Bergerac rund 110 Meter lang ist.
Stadtrundgang Royan
Auf einem kurzweiligen Stadtrundgang wurden uns die schönsten Sehenswürdigkeiten von Royan gezeigt. Vor allem die Kirche Notre Dame als Symbol für den Wiederaufbau der Stadt nach dem 2. Weltkrieg.
Die Nacht verbrachten wir schliesslich im Hafen von Royan.
Wie jeden Abend wurde das Dinner mit einer kurzen Information in drei Sprachen in der grossen Lounge eröffnet. Dabei stellte die Kreuzfahrtleitung das Programm für den nächsten Tag vor und gab gleichzeitig einen Ausblick auf das bevorstehende Menü.
Gerade diese internationale Mischung macht den besonderen Reiz einer Reise mit CroisiEurope aus. Anders als auf vielen Schweizer Schiffen reisen hier Gäste aus verschiedenen Ländern gemeinsam. Das sorgt für eine lebendige Atmosphäre und interessante Begegnungen an Bord.
Die Crew gab sich grosse Mühe, den Gästen einen erstklassigen Service zu bieten. Besonders im Restaurant überzeugten die Mitarbeitenden durch ihre Aufmerksamkeit, Freundlichkeit und Effizienz.
Auch kulinarisch wurden wir erneut verwöhnt. Obwohl täglich nur ein Menü sowie eine vegetarische Alternative angeboten werden, waren die Mahlzeiten hervorragend zusammengestellt. Mit Vorspeise, Hauptgang und Dessert bot jedes Abendessen eine ausgewogene und geschmackvolle Komposition.
So ging ein abwechslungsreicher Tag zwischen berühmten Weinbergen, historischen Festungen und eindrucksvollen Flusslandschaften zu Ende.

Anlegestelle beim Fort Médoc

Seit 1694 bewachten Soldaten die Gironde

umgeben von Sümpfen, Malaria und Langeweile

Fortgraben nur noch ein Rinnsal

Fort de Médoch liegt gegenüber von Blaye, wo ebenfalls ein Fort die Gironde bewacht

Méoch Weingebiet regnerischer Morgen

eines der vielen "Châteaux"

Degustation im Château Maucaillou

Wappen und die Médoc Rotweine

... die vielen Fässer

im angenehm kühlen Keller

Degustation

Die Stahlfässer, wo der Wein gegärt wird

... und ein kurzer Spaziergang zum Château, welches ein B&B ist.

An der Anlegestelle in Fort de Médoc

Leinen los und die Flussfahrt geht weiter in Richtung Meer

Die Garonne kann bis zu 15 km breit werden

Das Sonnendeck war spärlich besucht. Ich mit meiner Glatze habe keine Frisurprobleme bei Wind

... Schiffsübung, alle Mann an Deck
... und eine Kalorien Stretching auf dem Sonnendeck

einer der schönen Sandstrände von Royan

und weit draussen der Leutturm "Phare de Courduan"

... und hops der Lotse springt an Bord
Einfahrt in den Hafen von Royan

Royan wurde im 2. Weltkrieg zerstört

Innenansicht mit 2000 Sitzplätzen

Sie ist weltweit als architektonisches Meisterwerk der Nachkriegsmoderne und des Brutalismus bekannt

.. eine der schönen Avenue's von Royan

auch hier ein architektonisches Meisterwerk 1949 gebaut
Tag 3 Besichtigung der Atlantikstadt La Rochelle - Rochefort und Weiterfahrt nach Libourne
Heute stand ein abwechslungsreicher Ganztagesausflug auf dem Programm. Während die Cyrano de Bergerac weiterhin im Hafen von Royan vor Anker lag, machten wir uns mit dem Bus auf den Weg nach La Rochelle.
La Rochelle
Nach rund anderthalb Stunden Fahrt erreichten wir die wohl bekannteste Hafenstadt an der französischen Atlantikküste. Schon beim ersten Rundgang wurde klar, warum La Rochelle zu den beliebtesten Städten Frankreichs zählt. Die wunderschöne Altstadt mit ihren Arkadengängen, der grossen Markthalle und dem eindrucksvollen Rathaus, das eher an ein kleines Schloss erinnert, versprüht einen ganz besonderen Charme.
Unsere lokale Reiseleiterin führte die Gruppe durch die bewegte Geschichte der Stadt und erzählte von Handel, Seefahrt und den zahlreichen historischen Ereignissen, die La Rochelle geprägt haben.
Nicht alle Gäste wollten jedoch am zweistündigen Stadtrundgang teilnehmen. Deshalb teilten wir uns auf. Während die Kulturinteressierten mit unserer Reiseleiterin die Altstadt weiter erkundeten, zog es die Geniesser und Gemütlichen gemeinsam mit mir in ein Café. Schliesslich gehört auch das entspannte Beobachten des französischen Alltags zu einer gelungenen Reise.
Ein kräftiger Platzregen erinnerte uns zwischenzeitlich daran, dass wir uns direkt an der Atlantikküste befanden. Endlich konnten die mitgebrachten Regenjacken und Schirme ihrer Bestimmung zugeführt werden. Glücklicherweise blieb es bei einem kurzen Intermezzo, und schon bald spazierten wir gemütlich weiter zum Hafenbecken mit seinen zahlreichen Segel- und Motorjachten.
Unser Treffpunkt lag direkt beim bekannten Aquarium von La Rochelle. Das dazugehörige Restaurant beherbergte an diesem Mittag praktisch die gesamte Schiffsbesatzung unserer Reise. Entsprechend stiess die Küche etwas an ihre Grenzen. Das Essen war ordentlich, konnte aber mit den Mahlzeiten an Bord nicht ganz mithalten. Dafür überzeugte der Service durch Freundlichkeit und Aufmerksamkeit.
Rochefort - Besuch der Corderie Royal
Nach dem Mittagessen ging die Fahrt weiter nach Rochefort. Bereits die rund 45-minütige Busfahrt vermittelte einen Eindruck der abwechslungsreichen Landschaft dieser Region.
Rochefort ist eng mit der Geschichte der französischen Marine verbunden. Unser Ziel war die berühmte Corderie Royale, die Königliche Seilerei. Das beeindruckende Gebäude wurde im 17. Jahrhundert errichtet und galt mit seinen 374 Metern Länge als eines der grössten Industriegebäude seiner Zeit.
Hier wurden einst die riesigen Seile für die königliche Flotte hergestellt. Heute befindet sich in der ehemaligen Fabrik ein interessantes Museum. Die Führung erwies sich als äusserst spannend. Anhand eines funktionierenden Modells wurde eindrucksvoll demonstriert, wie die teilweise über 120 Meter langen Taue für die Segelschiffe gefertigt wurden.
Besonders beeindruckend war die Erkenntnis, dass allein das Hieven eines Schiffsankers früher bis zu 80 Matrosen benötigte und mehrere Stunden dauern konnte. Solche Details machen Geschichte lebendig und lassen erahnen, welche körperlichen Leistungen damals täglich erbracht wurden.
Nach dem Museumsbesuch spazierten wir zu den ehemaligen Trockendocks der königlichen Marine. Dort konnten wir anhand des Wasserstands der Charente die enormen Unterschiede zwischen Ebbe und Flut beobachten. Die Gezeiten prägen das Leben an der Atlantikküste bis heute.
Schwebefähre
Auf der Rückfahrt passierten wir eine technische Meisterleistung des frühen 20. Jahrhunderts: die Schwebefähre Pont Transbordeur de Rochefort-Martrou. Die 1900 eröffnete Konstruktion besitzt keine klassische Fahrbahn. Stattdessen transportiert eine an Stahlseilen hängende Gondel Personen und Fahrzeuge von einem Ufer zum anderen. Ein faszinierendes Bauwerk, das bis heute in Betrieb ist.
Gegen 16.30 Uhr erreichten wir wieder Royan. Zur allgemeinen Überraschung wurden wir von der Polizei direkt durch das Hafengelände eskortiert. Für einen kurzen Moment fühlte man sich fast wie eine Staatsdelegation auf offiziellem Besuch.
Flussfahrt Gironde, Dordogne nach Libourne
Pünktlich um 17.00 Uhr legte die Cyrano de Bergerac ab. Die Ausfahrt aus dem Hafen war spektakulär. Zwar befanden wir uns offiziell auf einem Fluss, doch die Nähe zum Atlantik war deutlich spürbar. Wind und Wellen sorgten für überraschend raues Wasser.
Ich habe bereits viele Flüsse befahren, doch die Gironde präsentierte sich an diesem Nachmittag wohl von ihrer wildesten Seite. Unbeeindruckt arbeitete sich unser Schiff durch die Wellen und bot dabei ständig neue Ausblicke auf die beeindruckende Küstenlandschaft.
Besonders gefallen haben mir die steilen Felsformationen entlang des Ufers mit ihren prächtigen Villen. Dazwischen entdeckte man immer wieder die typischen Fischerhütten auf Stelzen, die über schmale Holzstege erreichbar sind. Sie erinnern ein wenig an Schrebergärten auf dem Wasser und verleihen der Region einen ganz eigenen Charakter.
Leuchtturm Phare de Cordouan
Weit draussen am Horizont war zudem der berühmte Leuchtturm Phare de Cordouan zu erkennen. Er wurde bereits im 16. Jahrhundert errichtet, gilt als ältester noch aktiver Leuchtturm Frankreichs und gehört heute ebenfalls zum UNESCO-Weltkulturerbe. Majestätisch wacht er über die Mündung der Gironde und den Übergang zum Atlantik.
Im weiteren Verlauf der Fahrt passierten wir Blaye auf der gegenüberliegenden Seite von Fort Médoc und erreichten schliesslich den Bereich von Bec d’Ambès, rund 15 Kilometer nördlich von Bordeaux.
Hier treffen die beiden Flüsse Garonne und Dordogne zusammen und bilden die Gironde. Genau genommen handelt es sich bei der Gironde nicht um einen klassischen Fluss, sondern um ein Ästuar – eine trichterförmige Flussmündung, die durch den Zusammenfluss der beiden grossen Wasserläufe entsteht und schliesslich in den Atlantik mündet.
Von dort aus folgten wir der Dordogne flussaufwärts in Richtung Libourne. Während draussen langsam die Abendstimmung einzog, genossen wir die vorbeiziehende Landschaft und einen weiteren gelungenen Abend an Bord.
Spätabends erreichten wir schliesslich Libourne, wo die Cyrano de Bergerac für die Nacht festmachte.
Ein erlebnisreicher Tag ging zu Ende – mit historischen Hafenstädten, faszinierender Seefahrtsgeschichte, beeindruckender Natur und einer der schönsten Flussfahrten dieser Reise.

"Marché central" 1835 erbaut

mit Früchten

und Meeresfrüchten

Der Rathausplatz

Aussenfassade des Rathauses

Innenhof des Rathauses

Sicherheitsbeamter auf dem Balkon

kurze verdiente Verschnaufpause

Der historische Hafen von La Rochelle

mit vielen Segeljachten unterschiedlicher Grösse

Mittagessen in La Rochelle

Corderie Royal mit 374 Metern das längste Industriegebäude Europas im 17. Jahrhundert

Die Charente bei Ebbe neben der Corderie

Heute beherbergt die Corderie ein Museum

Beispiel von Tauen, die hier gemacht wurden

... und immer wieder gewaltige Taue

Holzkordeln zum Verknüpfen der Seile

Interessante Erklärungen im Museum
Ein Beispiel wie man früher Seile gedreht hat

Eine immense Tiefe des Trockendocks

zu Fuss durch das Marinearsenal

Ein gefülltes Dock

... und zurück zum Bus

Vorbei an der berühmten Schwebebrücke

... und so werden die Leute über den Fluss gegondelt.

Marennes-Oléron

Die Verdelungstätten in Marennes-Oléron für die Austernzucht

Polizeieskorte in den Hafen

Leinen los

... in die rauhe Gironde (eine Aestuar = Trichtermündung)
... und wiederum benötigen wir einen Schiffslotsen

die vielen "Carrelets" Fischerhütten auf Stelzen

der Wind peitschte das Wasser auf

vorbei an schönen Strandvillen

auf dem windgeschützen Heck mit wunderbarer Aussicht

... eines der vielen Abendessen auf unserem Schiff
Tag 4 Besichtung der Weinregion Saint-Emilion und Libourne
Saint-Emillion
Heute führte uns unser Ausflug in ein weiteres weltberühmtes Weinbaugebiet: Saint-Émilion. Während das Médoc für seine grossen Rotweine auf der linken Seite der Gironde bekannt ist, liegen die berühmten Weinberge von Saint-Émilion östlich von Bordeaux auf der rechten Seite der Dordogne.
Auch hier gibt es Hunderte von Weingütern – von kleinen Familienbetrieben bis hin zu international bekannten Châteaux. Der Besuch eines Weinguts stand allerdings erst später auf dem Programm. Zunächst machten wir uns auf die Entdeckung des historischen Dorfes Saint-Émilion.
Der malerische Ort blickt auf eine über 1'000-jährige Geschichte zurück und gehört seit 1999 zum UNESCO-Weltkulturerbe. Bis heute zeugen zahlreiche religiöse Bauwerke von seiner Bedeutung als Pilgerstätte auf dem Jakobsweg. Im Laufe der Jahrhunderte liessen sich hier verschiedene Ordensgemeinschaften nieder, darunter die Benediktiner, Augustiner, Franziskaner – hier als Cordeliers bekannt – sowie die Dominikaner, die man in Frankreich oft Jacobins nennt.
Monolithische Kirche
Besonders berühmt ist Saint-Émilion jedoch für seine aussergewöhnliche monolithische Kirche. Historiker gehen davon aus, dass der Bau im 11. Jahrhundert von Benediktinermönchen begonnen und später von Augustiner-Chorherren erweitert wurde. Das Besondere daran: Die Kirche wurde nicht gebaut, sondern direkt aus dem massiven Kalksteinfelsen herausgeschlagen. Sie zählt heute zu den grössten monolithischen Kirchen Europas.
Der heilige Émilion selbst lebte bereits im 8. Jahrhundert als Einsiedler in einer kleinen Höhle an diesem Ort. Die monumentale Kirche entstand jedoch erst rund 300 bis 400 Jahre nach seinem Tod, als Saint-Émilion zu einem bedeutenden Pilgerzentrum auf dem Jakobsweg geworden war.
Auch wir durften das Innere dieses beeindruckenden Bauwerks besichtigen. Die gewaltigen, direkt aus dem Fels gehauenen Räume hinterliessen bei vielen Gästen einen bleibenden Eindruck. Dort herrscht eine ganz besondere Atmosphäre – ruhig, mystisch und voller Geschichte.
Anschliessend blieb genügend Zeit, Saint-Émilion auf eigene Faust zu erkunden. Die engen Gassen, die historischen Gebäude und die zahlreichen Weinhandlungen laden geradezu zum Flanieren ein. Viele Gäste nutzten die Gelegenheit für einen Kaffee oder stöberten durch die kleinen Geschäfte.
Macarons de Saint-Emilion
Natürlich durfte auch eine lokale Spezialität nicht fehlen: die berühmten Macarons de Saint-Émilion. Dieses Mandelgebäck wird nach einem über 500 Jahre alten Rezept hergestellt und gehört zu den kulinarischen Wahrzeichen des Dorfes. Die kleinen Köstlichkeiten fanden bei unserer Gruppe grossen Anklang.
Nach dem Aufenthalt im Dorf führte uns die Fahrt durch die sanften Hügel und Weinberge von Saint-Émilion zu einem kleineren Familienweingut. Dort erwartete uns eine spannende Führung mit einer äusserst engagierten Winzerin.
Weindegustation
Mit viel Leidenschaft erklärte sie die Besonderheiten des Weinbaus in der Region, die Unterschiede der Rebsorten sowie die einzelnen Schritte von der Traube bis zur Flasche. Besonders interessant war ihre Einführung in die Kunst der Weinverkostung. Wir lernten, wie wichtig der Geruchssinn bei der Beurteilung eines Weins ist und wie viele verschiedene Aromen sich bereits entdecken lassen, bevor man überhaupt den ersten Schluck nimmt.
Die anschliessende Degustation fand in einer gemütlichen, grossen Stube statt und bot die perfekte Gelegenheit, die charaktervollen Weine von Saint-Émilion kennenzulernen.
Gegen 16.00 Uhr kehrten wir nach Bordeaux zurück, dem Ausgangspunkt unserer Reise.
Bordeaux
Da der Nachmittag noch jung war, entschied ich mich spontan, die Stadt mit einem Elektrovelo zu erkunden. Für mich gibt es kaum eine bessere Möglichkeit, eine Stadt kennenzulernen. Man ist flexibel unterwegs, kommt schnell voran und kann trotzdem jederzeit anhalten, wenn etwas Interessantes ins Auge fällt.
Zugegeben: Der Verkehr in Bordeaux verlangt gelegentlich volle Aufmerksamkeit. Dennoch machte die Tour grossen Spass. Mein Weg führte mich zunächst zur Basilique Saint-Michel, deren markanter Glockenturm separat vom eigentlichen Kirchengebäude steht – eine architektonische Besonderheit, die man nicht alle Tage zu sehen bekommt.
Anschliessend fuhr ich durch die verwinkelten Altstadtgassen, vorbei an historischen Fassaden, kleinen Plätzen und zahlreichen Cafés, bevor ich schliesslich wieder zur Cyrano de Bergerac zurückkehrte.
Unser Schiff blieb über Nacht an der Uferpromenade von Bordeaux festgemacht. So bot sich nochmals die Gelegenheit, die besondere Atmosphäre dieser eleganten Stadt zu geniessen.
Auch am Abend war an Bord einiges los. In der grossen Lounge herrschte jeden Abend eine fröhliche und internationale Stimmung. Gerade die Mischung aus Gästen verschiedener Nationen machte den Reiz dieser Reise aus und sorgte für viele interessante Begegnungen.
Einen wesentlichen Anteil an der guten Stimmung hatte jedoch die Bordanimateurin Mélodie. Mit ihrer offenen Art, ihrer Energie und ihrer Begeisterungsfähigkeit verstand sie es meisterhaft, die Gäste mitzureissen. Ob Tanz, Unterhaltung oder spontane Einlagen – sie schaffte es immer wieder, die Menschen zusammenzubringen und für gute Laune zu sorgen.
Man konnte förmlich spüren, dass sie ihren Beruf mit Herzblut ausübt. Und wenn die Tanzfläche am Ende des Abends gut gefüllt war, hatte das nicht zuletzt mit ihrer ansteckenden Lebensfreude zu tun.
So ging ein weiterer erlebnisreicher Tag zwischen mittelalterlicher Geschichte, grossen Weinen und französischer Lebensart zu Ende.

Die Busfahrt ins Weingebiet St. Emillion

Mittelalterliche Ruine in St. Emillion

Clos Saint Julien, einer der vielen Weingüter

mit über 800 Winzer auf 5400 Hektar Land

Das historische Städtchen St. Emillion

erklärt durch unsere lokale Reiseleitung

hinunter zu der berühmtesten Kirche

Im Inneren der Monolitischen Kirche

Der darauf gebaute Kirchenturm

Paparazzi

Weinberge soweit das Auge reicht

... unsere mittlerweile ausgebildeten Weinkenner

und Weinkennerinnen

mit einer tollen Sommerlière, die alles super erklärte

.... und es hiess auf Wiedersehen sagen

Zurück auf dem Schiff

ging die Fahrt via Dordgone

zurück nach Bordeaux

und zur Einstimmung auf Morgen gab es Austern

bis nach Bordeau können auch grössere Schiffe anlegen.

Basilique Saint-Michel

Altstadt von Bordeaux

Beste Lage in Bordeaux
Tag 5 - Flussfahrt nach Cadillac, Schlossbesichtigung und Weinverköstigung
Heute stand ein Ausflug nach Cadillac auf dem Programm, rund 40 Kilometer flussaufwärts an der Garonne. Früh am Morgen setzte sich die Cyrano de Bergerac in Bewegung und erreichte den kleinen Ort gegen 09.00 Uhr.
Cadillac
Der Tag zeigte sich zunächst von seiner typischen Atlantikseite: eher trüb, wechselhaft und perfekt, um endlich einmal Regenjacke und Schirme einzusetzen. In dieser Region kann sich das Wetter innerhalb weniger Stunden komplett verändern – morgens Regen, dann Wolken, später Sonnenschein. Alles ist möglich.
Château de Roquetaillade – ein Schloss mit 700 Jahren Geschichte
Am Vormittag führte uns der Ausflug zu einem aussergewöhnlichen Anwesen: dem Château de Roquetaillade. Das Schloss befindet sich seit rund 700 Jahren im Besitz derselben Familie, die laut Überlieferung über verschiedene Verbindungen sogar mit Papst Clemens V. (1305–1314) verwandt ist. Dieser liess in der Region mehrere Burgen errichten – die sogenannten «Clementinischen Schlösser».
Schon von aussen wirkt Roquetaillade wie eine klassische mittelalterliche Festung: massiv, wehrhaft und beeindruckend zugleich. Im Inneren erwartete uns zunächst die restaurierte Schlosskapelle, die noch heute für Taufen und Hochzeiten genutzt wird. Besonders eindrücklich waren die farbenprächtigen Deckenmalereien, die einen gedanklich mehrere Jahrhunderte zurückversetzen.
Anschliessend besichtigten wir das Schloss selbst, das im Laufe der Zeit mehrfach umgebaut und modernisiert wurde. Einst eine reine Verteidigungsburg, wurden im Laufe der Jahrhunderte Schiessscharten zu Fenstern, Pferdeställe zu eleganten Eingangshallen und die gesamte Innenarchitektur immer wieder dem Zeitgeist angepasst.
Auch der berühmte Architekt Eugène Viollet-le-Duc prägte das heutige Erscheinungsbild massgeblich. Teile des Schlosses dienten zudem als Filmkulisse für mehrere französische Produktionen, unter anderem für «Le Pacte des Loups».
Ein besonderes Highlight war für viele Gäste die monumentale Schlossküche – beeindruckend selbst nach heutigen Massstäben. Allein die Vorstellung, all die schweren Kupfergefässe von Hand reinigen zu müssen, liess einen schnell wieder in die Gegenwart zurückkehren.
Sauternes – die Welt der edelsüssen Weine
Im Anschluss führte uns die Fahrt zum Weingut Château Simon, auf dem u.a. die bekannten Sauternes-Weine produziert werden.
Wir lauschten einer spannenden Einführung in die Herstellung dieser besonderen Spezialität. Die Hauptrebsorte ist Sémillon (70–90 %), ergänzt durch Sauvignon Blanc und Muscadelle. Doch der eigentliche Zauber entsteht durch einen ganz besonderen Pilz: Botrytis cinerea, die sogenannte Edelfäule.
Unter idealen klimatischen Bedingungen entzieht dieser Pilz den Trauben Wasser und konzentriert Zucker, Aromen und Säure. Das Ergebnis sind Weine mit Noten von Honig, Aprikosen und exotischen Früchten – intensiv, komplex und unverwechselbar.
Da ich persönlich ein grosser Freund süsser Weine bin, konnte ich der Versuchung nicht widerstehen und nahm drei Flaschen mit – zu je 20 Euro. Verkostet wurden unter anderem die Jahrgänge 2014 und 2023. Der Unterschied ist deutlich spürbar: Während der jüngere Wein noch frisch und fruchtbetont wirkt, erinnert der ältere Jahrgang bereits an getrocknete Früchte und zeigt eine deutlich tiefere Aromatik.
Sauternes-Weine lassen sich übrigens hervorragend lagern. Dank ihres hohen Restzuckergehalts und der stabilen Säure entwickeln sie sich über Jahre und Jahrzehnte weiter und gewinnen dabei kontinuierlich an Komplexität.
Cadillac Stadtrundgang
Nach dem Besuch des Weinguts nutzten viele Gäste die Gelegenheit, in Cadillac noch lokale Spezialitäten wie Sauternes und Pasteten einzukaufen, bevor wir den geschichtsträchtigen Ort bei einem kurzen Rundgang zu Fuss erkundeten.
Die rund 30-minütige Führung führte uns vorbei an Kirche, Kapelle, Schloss und einem überdachten Markt. Anschliessend kehrten wir zum Schiff zurück.
Flussfahrt zurück nach Bordeaux
Am Nachmittag blieb noch Zeit für eine kurze zweistündige Flussfahrt. Die Dordogne und auch die Garonne zeigen sich dabei in einer sehr charakteristischen Farbe: Das Wasser wirkt braun und fast trüb.
Der Grund dafür sind feine Sedimente aus Ton und Kalk, die vom Fluss mitgeführt werden. Trotz des ungewöhnlichen Erscheinungsbildes versicherten uns die lokalen Reiseleiter immer wieder, dass die Wasserqualität in Ordnung sei.
Bordeaux
Am späteren Nachmittag erreichten wir erneut Bordeaux. Dank der zentralen Lage unseres Anlegers bot sich einmal mehr die Gelegenheit, die Stadt individuell zu erkunden.
Bordeaux zeigt sich hier von seiner schönsten Seite: elegant, lebendig und mit einem Hauch Atlantik, der der Stadt eine ganz eigene Atmosphäre verleiht – irgendwo zwischen französischer Grandezza und spanischer Leichtigkeit.
Abends nach dem Abendessen gab es wiederum eine Show, welche die französische Lebensfreude und Toleranz wiederspiegelte und Melodie, unsere Animatrice jedes Lied und jeden Tanz natürlich in- und auswendig kannte.
So ging auch dieser abwechslungsreiche Reisetag zwischen mittelalterlichen Schlössern, edelsüssen Weinen und einer urbanen Entdeckungstour durch Bordeaux zu Ende.

Das Wetter war heute sehr durchzogen mit viel Regen

Besuch des Château de Roquetaillade altes Schloss

Besuch des Château de Roquetaillade neues Schloss

früher eine düstere Festung

mit einer eigenen Kapelle

Der einzige Eingang zum Château über eine Brücke

viel wurde im 18. Jahrhundert umgebaut

wäre auch heute noch eine Prunkküche

der verspielte Rittersaal

mit gemütlichem Sofa

einem schönen Wohnzimmer

mit Aussicht auf die Kapelle

hier wurden die Nachkommen gezeugt

... und weiter gings zum Château Simon

mit Erklärungen und gruseligen Bildern der Trauben

aus dem die herrlich süssen Sauternes Weine gemacht werden.
Rundgang durch das Städtchen Cadillac

mit gleichnamigen Schloss

Dorfplatz mit der grössten Kirche

historische Gässchen

überdachter Marktplatz

und Hochwasser Tabelle der Garonne
Rückfahrt auf der Garonne nach Bordeaux

Ankunft in der Hauptstadt des Aquitaine

somit kam unsere Flussfahrt zu einem Ende

Velo Entdeckungsfahrt durch Bordeaux

Abendshow unter genauer Beobachtung

unserer Gäste
und der voll aktiven Melodie, die jeden Tanzschritt und jedes Lied kennt
Tag 6 - Besuch der riesigen Bucht von Arcachon dem europäischen Austernzentrum und der grössten Wanderdüne Europas
Nach dem Frühstück machten wir uns früh auf den Weg, da am Freitag auf den Strassen rund um Bordeaux erfahrungsgemäss mit viel Verkehr zu rechnen ist. Ziel war die Atlantikküste bei Arcachon.
Arcachon
Die Fahrt dauerte rund 1¼ Stunden und verlief grösstenteils auf der Autobahn. Unser erster Programmpunkt war die berühmte Bucht von Arcachon, eines der bedeutendsten Austernzentren Europas, bekannt für seine weitläufigen Austernbänke und die sogenannte Vogelinsel.
Bootsfahrt in der Bucht von Arcachon
Vor Ort starteten wir eine Bootsfahrt durch die weite Lagunenlandschaft der Bucht. Die Erklärungen der Reiseleitung, die die Ausführungen des Kapitäns übersetzte, empfand ich persönlich als etwas trocken. Auch die Fahrt selbst blieb hinter meinen Erwartungen zurück. Die Vogelinsel wirkte sehr flach und lag weit entfernt – tatsächlich sah man kaum Vögel, abgesehen von einigen Möwen auf Holzpfählen, die die Austernfelder markieren.
Erschwerend kam hinzu, dass wir unterwegs nochmals umkehren mussten, da ein zweites Boot voll war und wir noch drei Gäste übernehmen sollten. So verlängerte sich die ohnehin ruhige Fahrt zusätzlich, bevor wir schliesslich am Pier von Arcachon anlegten.
Marktbesuch und kulinarische Entdeckungen
Nach der Ankunft erhielten wir von der Reiseleitung Hinweise für das Mittagessen und einen kurzen Rundgang über den lokalen Markt. Dieser entpuppte sich als lebendiger und sehr interessanter Ort mit regionalen Produkten und viel französischem Alltagsleben.
Austern - Paradies
Für mich war dies der kulinarische Höhepunkt des Vormittags: Ich probierte mich durch acht verschiedene Austern – frisch geöffnet und begleitet von einem trockenen Weisswein. Ein intensives, salziges Geschmackserlebnis, das perfekt zur Region passt.
Cannelés de Bordeaux
Im Anschluss wollte ich auch die süsse Seite der lokalen Küche kennenlernen. Dabei entdeckte ich die berühmten Cannelés de Bordeaux. Dieses traditionelle Gebäck aus einem Teig mit Mehl, Milch, Eiern, Zucker und Rum stammt aus dem 17. Jahrhundert. Aussen karamellisiert und knusprig, innen weich und fast cremig – eine perfekte Kombination aus Vanille- und Rumaromen.
Meeresküche zum Mittagessen
Kurz darauf traf sich die Gruppe zum Mittagessen in einem Restaurant. Als Vorspeise wurde ein grosser Teller Fruits de mer serviert – selbstverständlich mit Austern und Garnelen.
Da nicht alle Gäste Austern mochten oder vertrugen, durfte ich mich erneut kulinarisch betätigen und nochmals mehrere Exemplare geniessen. Der hohe Zinkgehalt von Austern wird oft mit einer anregenden Wirkung in Verbindung gebracht – zumindest hält sich dieser Mythos hartnäckig in der Küstenregion.
Als Hauptgang folgte Hähnchen, abgerundet von einem klassischen Tiramisu als Dessert.
Gut gesättigt – oder besser gesagt: „wie eine Ente“ – setzten wir unsere Reise fort.
Die Düne von Pilat – Naturwunder am Atlantik
Am Nachmittag stand eines der spektakulärsten Naturerlebnisse dieser Reise auf dem Programm: die Düne von Pilat.
Die grösste Wanderdüne Europas entstand über einen Zeitraum von rund 4'000 Jahren durch das Zusammenspiel von Wind, Gezeiten und Meeresströmungen. Sie besteht aus etwa 60 Millionen Kubikmetern Sand und wandert jedes Jahr zwischen einem und fünf Metern landeinwärts in Richtung des angrenzenden Pinienwaldes.
Vor Ort führt eine Treppe mit rund 130 Stufen auf die über 100 Meter hohe Düne. Der Aufstieg war durchaus anstrengend, besonders nach dem üppigen Mittagessen. Einige Gäste entschieden sich sogar für den direkten Aufstieg durch den Sand – deutlich sportlicher und entsprechend kräftezehrender.
Oben angekommen, bot sich ein beeindruckender Rundblick: auf der einen Seite die weite Bucht von Arcachon, auf der anderen der endlose Pinienwald, der sich bis zum Horizont erstreckt.
Besonders erfreulich war, dass erstaunlich viele Gäste den Aufstieg geschafft haben. Hervorheben möchte ich dabei Frau Flückiger, die den Weg ebenfalls auf sich nahm und damit eindrücklich zeigte, wie viel Energie und Willenskraft in ihr steckt. Eine wirklich beachtliche Leistung.
Rückkehr nach Bordeaux und französischer Abend an Bord
Am späteren Nachmittag ging es zurück nach Bordeaux. Der Verkehr hielt sich glücklicherweise in Grenzen, sodass wir gegen 17.00 Uhr wieder an der Corniche ankamen, wo die Cyrano de Bergerac bereits auf uns wartete.
Der Rest des Nachmittags stand zur freien Verfügung, bevor es am Abend erneut zum gemeinsamen Dinner ging.
Dieser letzte Abend stand unter dem Motto „Guinguette“ – ein traditionell französischer Themenabend. Die Crew erschien in roten, weissen und blauen Farben sowie mit typischen Berets und sorgte für eine besonders festliche Atmosphäre.
Nach dem Abendessen folgte die offizielle Verabschiedung der Crew in der grossen Lounge. Eine stimmungsvolle Show rundete den Abend ab und bildete den emotionalen Abschluss der Reise.
Danach hiess es langsam Koffer packen und sich auf den bevorstehenden Abreisetag vorbereiten – mit vielen Eindrücken, Erlebnissen und Momenten, die sicher noch lange in Erinnerung bleiben werden.

Erst einmal ging es in Arcachon aufs Boot

alle schön in Reih und Glied

Die Plätze wurden bezogen

Die VIP Sektion am Heck des Schiffes

Was erwartet uns wohl?

Ich nehms wie's kommt....

Eine Bootsfahrt die ist lustig

Im Hintergrund die Düne von Pilaz

eine Bootsfahrt die ist schön...

Wo ist den nun die Vogelinsel?

Die Skyline von Arcachon

In der grossen Markthalle

Weichkäsetraum

Hartkäse

fleischige Austern

Meeresfrüchte

Frische

Fische
Der Austernöffner

unterschiedliche Qualitäten und Grössen für 8 Euro!

Die schöne Strandpromenade von Arcachon

und zur Vorspeise wieder Meeresfrüchte! Yummi

und zur Hauptspeise Fisch
Mit vollem Magen hinauf auf die Düne

Lageplan

... und nun geht rauf

schon fast oben

Verdiente Ruhepause

auch für mich

Die Pinienwälder hinter der Düne

Tolle Leistung!
Während des Abendessens Verabschiedung der Crew.
Tag 7 - Bordeaux auf eigene Faust und Rückreise in die Schweiz
Die Instruktionen für die Abreise erhielten wir bereits am Vorabend. Diszipliniert stellten alle Gäste ihre Koffer bis 08.00 Uhr morgens auf den Gang. Danach blieb noch Zeit für ein letztes Frühstück an Bord.
Letzte Entdeckungen in Bordeaux
Um 09.00 Uhr trafen sich alle in der grossen Lounge. Dort standen die Koffer bereits sauber aufgereiht bereit, und ich übernahm während des Vormittags die Aufgabe, sowohl das Gepäck als auch das Handgepäck zu beaufsichtigen. So konnten die Gäste die verbleibende Zeit nutzen, um Bordeaux noch ein letztes Mal auf eigene Faust zu entdecken.
Die drei Stunden vergingen erstaunlich schnell. Um 12.15 Uhr stand der Transfer zum Flughafen bereit. Bevor wir in den Bus stiegen, mussten alle Gäste ihr Gepäck nochmals eindeutig identifizieren – eine wichtige Routine bei Gruppenreisen.
Die Fahrt zum Flughafen dauerte weniger als 30 Minuten, sodass wir frühzeitig vor Ort ankamen. Das Check-in hatte ich für die meisten Gäste bereits 24 Stunden im Voraus online erledigt. Beim Flughafen Bordeaux bringt dies jedoch nur bedingt Vorteile: Obwohl die Sitzplätze bereits reserviert waren, mussten wir dennoch regulär anstehen. Der Zeitgewinn war praktisch gleich null.
Auch die Sicherheitskontrolle verlief zwar unkompliziert, bestand jedoch aus nur einer einzigen Linie, was entsprechend Wartezeit bedeutete. Nach der Kontrolle war die Infrastruktur eher bescheiden – lediglich ein kleiner Take-away-Shop stand für Getränke und Verpflegung zur Verfügung.
Leider verspätete sich auch der Rückflug um rund eine Stunde, bevor wir schliesslich Richtung Zürich starten konnten.
Ich verabschiedete mich bereits in Bordeaux von den Gästen, da die Ankunft in Zürich erfahrungsgemäss oft von Kofferabholung, Zuganschlüssen oder Abholorganisation geprägt ist und es dort meist schnell geht.
Und tatsächlich: Auch in Zürich warteten wir noch gefühlte 20 Minuten auf das Gepäck. Danach trennten sich unsere Wege rasch – jede und jeder machte sich auf den Heimweg, und eine intensive und erlebnisreiche Reise ging zu Ende.
Fazit einer intensiven Flussreise
Für mich persönlich war es die erste Reise auf der Cyrano de Bergerac entlang der Flüsse Gironde, Dordogne und Garonne. Die Route ist hervorragend gewählt – mehr ist hier eigentlich kaum möglich. Die grossen Flussschiffe stossen geografisch an natürliche Grenzen, weiter flussauf- oder flussabwärts geht es schlicht nicht.
Die angebotenen Ausflüge waren durchwegs interessant und abwechslungsreich. Einzig die Bootsfahrt in Arcachon hat mich persönlich nicht überzeugt. Wenn man sich noch einmal das Programm vor Augen hält merkt man erst, wieviele Aktivitäten wir in diesen 7 Tagen erlebten.
Bei den Ausflügen zeigte sich zudem, dass längere Fussstrecken für einige Gäste durchaus anspruchsvoll sein können. Dank meiner Rolle als Reisebegleiter konnte ich jedoch immer wieder flexibel reagieren, Tempo herausnehmen und mich um jene kümmern, die es etwas ruhiger angehen wollten. Statt trockener Jahreszahlen gab es dann eben öfter einen Kaffee – und genau das machte es für viele entspannter und persönlicher.
Insgesamt war es eine sehr herzliche, angenehme und harmonische Gruppe von Gästen. Ich werde mich gerne an diese Reise und die vielen Begegnungen erinnern.
Diese Reise werde ich vom 8. bis 14. September 2026 erneut begleiten. Ich bin gespannt, welche Erfahrungen ich dann zusätzlich einbringen kann.
Wie man so schön sagt: Man trifft sich im Leben oft zweimal.
In diesem Sinne wünsche ich allen weiterhin viele schöne Reiseerlebnisse – und freue mich, wenn Sie auch meinen Newsletter abonnieren und so immer auf dem neusten Stand sind was "DERREISELEITER" gerade treibt.

Koffer bewachen

Im Hintergrund die MS Europa

Meine Jasskollegen aus GR / AG / ZH

Kurz vor Abflug in Bordeaux

... alle warten auf ihre Koffer
Travel Impressions

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